Donnerstag, 27. September 2012

Die letzten Tage in Sydney.

Es geht für mich in kürzester Zeit nach Brisbane!

Natürlich haben wir noch einiges erlebt und davon möchte ich euch nur zu gern berichten.
Dieses Mal wird es nicht nur Text, sondern auch ein paar Fotos geben. 

Jonas und ich schlendern ab und zu durch ein paar Geschäfte oder Einkaufszentren, denn davon gibt es hier reichlich. Ich bin immer noch ein wenig geschockt, was ich in einem Laden sah. 

Hundekuchen

Der Laden wurde von Asiaten bedient und ich denke, das Klischee ist erfüllt. Es ist ja gar nicht böse gemeint, aber wer kommt auf die Idee einen Kuchen in Hundeform zu backen? Irgendwie ganz schön gruselig.

Ansonsten konnten wir noch eine tolle Ausstellung hier in Sydney geniessen. "Art & About" nennt sich diese. Es geht darum, dass Kunst an ungewöhnlichen Orten gezeigt wird. 
Ein Projekt heisst "I wish you hadn't asked"- "Ich wüschte du hättest nicht gefragt". Dabei handelt es sich um ein kleines Haus für zwei Menschen. Es ist ganz normal eingerichtet. Eine Stube mit Fernsehecke, einem Esstisch, ein paar Schränke. Weiterhin ein Badezimmer, eine Hauswirtschaftsraum und ein Schlafzimmer mit Ehebett. Alles ganz normal, aber genau das soll es nicht sein. Besucher, die sich umsehen möchten, müssen ihre Schuhe und Socken ausziehen und dürfen das Haus nur im Regenmantel betreten. Warum? Weil es dort regnet. Ja, von der Decke kommen Millionen Regentropfen. In der Beschreibung heisst es: "Es gibt einen Moment in einer Beziehung, in dem etwas gesagt oder getan wurde, dass nicht mehr zurückgenommen werden kann - dann setzt die Fäulnis ein. Gehen Sie in dieses normale Haus, in dem Regen von den Wänden fällt und nach und nach die private Welt innendrin zerstört." Ich konnte Jonas endlich überreden, denn ich dachte, es sei bestimmt lustig und ich wollte es unbedingt ausprobieren. Es klang so interessant. 
Drinnen war bereits ein kleines Chaos entstanden, denn das Haus stand schon ein paar Tage. Alles war klitschnass und überschwemmt. Es war gar nicht lustig, sondern wie ich finde sehr sehr ernst. Niemand ausser uns war dort drin, aber es sah eben doch bewohnt aus. Auf dem Tisch stand noch die Nähmaschine (die gute Singer - ich hätte sie am liebsten gerettet und mitgenommen) und es war sogar dekoriert. Man hatte wirklich den Eindruck, dass dort etwas passiert ist, dass dort Menschen waren und nun eine Katastrophe entstanden ist. Man war so hilflos - man konnte nichts machen. Ich finde den Gedanken daran immer noch schauerlich. Es hat mich ehrlich gesagt sehr mitgenommen und ich habe darüber noch sehr lange nachgedacht. Ihr alle hättet das auch erleben müssen. Ein grandioses Projekt, dass die Augen öffnet, das zeigt, wie langsam alles zerstört werden kann. Der Auslöser ist unbekannt, aber doch reicht eine Kleinigkeit. "I wish you hadn't asked" - Eine Frage allein kann solch ein Chaos bewirken.

Es ist nicht dasselbe Haus, aber der Effekt ist genauso.

Es gab aber noch viele weitere tolle Dinge zu sehen. In ganz Syndey findet man Kunst. Im Park stehen grosse Verkehrstafeln, auf denen Smileys aufblinken. In der Beschreibung heisst es: "Du läufst durch die Stadt. Du passierst eine elektronische Verkehrstafel. Du stoppst, gehst zurück, schaust sie dir noch einmal an. Nein, du hast es dir nicht eingebildet. Ja, sie lächelt dich an oder sagt dir vielleicht, dass du einfach die Füße hochlegen und relaxen sollst. Tatsächlich, gleich daneben steht ein bequemer Stuhl."
Ausserdem sind im Hyde Park Fotografien ausgestellt. Mein Lieblingsfoto heisst "Bunnies on a Line" - "Häschen auf der Leine".

Häschen.

Ich weiss nicht mehr genau wann, aber Jonas und ich gingen wieder ins Hostel zurück und es war schon dunkel. Als wir in den Park sahen, schaute uns ein riesiges Gesicht an. Wir wussten noch nicht, dass das auch zur Ausstellung gehörte, fanden es aber kurze Zeit später heraus. Ein weiteres Highlight für mich.

Gesicht im Baum.

Kennt jemand von euch die Bionade-Werbung? Denn was ihr auf dem Foto seht, war auch dort zu sehen und ich finde diese Idee einfach nur wundervoll!!

Bäume in Wolle.

Die nächsten Fotos gehören nicht mehr zur Ausstellung, aber das haben wir auch erlebt.
In der Nähe unseres Hostels gibt es einen Platz und das Ding ist dort zu sehen. Eine riesige Pusteblume aus Metall und Wasser. Ganz nett anzusehen eigentlich. Auch im Rotlichtviertel gibt es schöne Dinge.

Imposant.
Hinweis auf die Entfernung anderer Städte. Das sind dann wohl 16117 km bis nach Berlin.

Desweiteren haben wir es uns nicht nehmen lassen und sich auf die Harbour Bridge "geklettert". Über 100 Stufen ging es hoch und man konnte den Ausblick auf das Sydney Opera House geniessen. Und natürlich auf die Stadt.


Blick von der Brücke auf die Stadt und die Royal Botanic Gardens.

Gestern waren wir dann noch beim Opernhaus, wollten eigentlich eine Führung machen, aber ich dachte mir, dass ich sie irgendwann eh besuchen werde und somit genossen wir einfach den Ausblick. Man denkt immer, dass die Oper gar nicht so gross ist, aber ich kann euch sagen, sie ist riesig und gigantisch. Kein Wunder, dass man 10 Jahre brauchte um sie zu bauen. Das Foto haben wir neben dem Opernhaus geschossen.
Vor der Harbour Bridge mit Sturmfrisur.
Nun, mehr fällt mir zunächst gar nicht ein. Ich hoffe, ihr alle könnt die Begeisterung für diese Ausstellung mit mir teilen. Ich finde sie wunderbar!

Ich melde mich, wenn ich bei der Familie angekommen bin und arbeite. Falls ich es dann noch schaffe ein bisschen zu schreiben. 

Herzlichst,
Tini.


Freitag, 21. September 2012

Neues aus Sydney.


Dieses Mal fasse ich mich kurz, versprochen!

Ich wollte nur ein paar Neuigkeiten preisgeben. Einige von euch warten vielleicht doch gespannt darauf, anderen ist es egal. Wie dem auch sei.

Ich werde am 29. September nach Brisbane fliegen. Ca. 45 Minuten von Brisbane entfernt werde ich dann arbeiten. Als Nanny. Meine Aufgaben werden dann Babysitting und Housekeeping sein. Das heißt, dass ich den ganzen Tag auf zwei Babys aufpasse und nebenbei das Haus in Ordnung halten sollte. Ob ich das schaffe, ist dann die nächste Frage. Ich weiß leider noch nicht wirklich, was dort alles auf mich zukommen wird. Noch bin ich optimistisch und denke, dass ich das schaffe, aber nebenbei schleicht sich die Panik an. Ich habe mich darauf eingelassen und werde das nun die nächsten Monate machen. Minimal 4. Drückt mir einfach die Daumen, dass ich alles erledige. Und dass die Familie mit mir zufrieden ist. Das macht mir am meisten Angst. Ich kenne die Familie noch kein bisschen. Ich weiß nur, dass es zwei kleine Kinder gibt (beide noch nicht einmal 2 Jahre alt), ein paar Tage in der Woche kommt dann auch die 5 jährige Stieftochter und am Wochenende geht es dann immer zu Pferdeveranstaltungen. So habe ich das verstanden. Ich lasse mich dann wohl überraschen.

Nun, wie versprochen, ich halte mich kurz. Das war's erstmal von mir. Ich melde mich bald wieder.

Macht's gut ihr Lieben,
eure Tini.

Montag, 17. September 2012

Updates.


Hallo ihr Lieben,

nun möchte ich doch mal wieder ein paar Updates geben.

Zu unserem Wochenende.
Wir wechselten am Donnerstag das Zimmer, da wir nur eine Woche lang das Doppelzimmer hatten. Und diese Idee war wunderbar! Wir waren nun in einem 8-Betten-Zimmer mit drei britischen Mädels, einem Franzosen, einem Deutschen (der allerdings am Samstag abreiste) und einem weiteren Mädchen, das aber nie da war. Ich weiß nicht genau woher sie kam, ich glaube aber, dass sie eine Holländerin war. Es gibt hier sehr viele davon. ;)
Am Donnerstag besuchten Jonas und ich "Sealife". Es war ganz imposant. Vor allem dort, wo die Fische direkt über allen Menschen schwammen. Und wann sieht man schon mal einen Hai oder einen Rochen von unten. Nicht unbedingt sehenswert, aber imposant. :) Ich hatte uns einen Combopass besorgt, sodass wir 2 Sehenswürdigkeiten in Sydney besuchen konnten und dabei sogar Geld gespart haben. Hey, ist das nicht was? Leider konnten wir "Madame Tussauds" nicht gleich am Donnerstag besuchen, weil dort eine private Veranstaltung stattfand. Also gingen wir am Freitag dorthin. Es war teilweise enorm gruselig, weil die Figuren so echt aussahen. Ich wusste nicht, ob sie sich demnächst bewegen würden oder nicht. Ein mulmiges Gefühl. Und man traute sich nie wirklich Fotos zu machen, weil alle auch darauf warteten.

Ich muss mich an dieser Stelle auch gleich einmal dafür entschuldigen, dass es wohl kaum Fotos geben wird. Ich hatte 3 Jahre (oder sogar mehr) keine Kamera und bin es einfach nicht mehr gewohnt. Ich vergesse ständig den Apparat herauszuholen. Aber ich bemühe mich darum. Habt Geduld mit mir. :)

Der Freitagabend war dann endlich mein lang ersehnter Tag. Wir gingen mit Katie, Jess und Jasmin (die drei Britinnen) erst in einen Pub und dann in, naja, wie nennt man so etwas? Sagen wir eine kleine Minidisco. Enorm viele Menschen, viel zu wenig Platz und schlechte Musik. Wir entschieden dann, dass wir woanders hingehen wollen und suchten uns einen Electroclub. Juhuuuu! Es war zwar anders als in Deutschland, aber doch sehr schön. Viele Lieder konnte man nicht mitsingen/mitsummen, aber einiges kam uns doch bekannt vor. Nachdem wir also unsere überschüssige Energie vertanzt hatten, gingen wir zurück ins Hostel und gönnten uns Schlaf. Ohropax sind in so einem Zimmer übrigens ein Muss. Da die 3 Mädels jede Nacht unterwegs waren und spät "Heim" kamen, war das einer meiner besten Einfälle. Ich konnte, im Gegensatz zu Jonas, immer sehr schnell einschlafen und wurde nicht wach, wenn jemand ins Zimmer kam.

Ansonsten bummelten wir den Rest des Wochenendes ab. Wir gingen in die Stadt und schauten uns einfach noch mehrere Sachen an. Und natürlich setzten wir uns in diesen wunderschönen Park. Ich finde es so schön dort einfach in der Sonne zu liegen. Als wir dort rumlagen, kamen auch zwei Polizistinnen vorbei. Jeder denkt sich jetzt: "Ja und? Interessiert keinen!", aber sie kamen mit einem Pferd. Ich habe so etwas eigentlich noch nie wirklich gesehen. Die beiden, oder besser gesagt die vier, gönnten sich eine Raucherpause und führten dann ihre Patrouille fort.

Heute mussten wir dann aus unserem Hostel auschecken. Ich hatte vorher schon in einem anderen reserviert, damit wir auch wirklich ein Zimmer bekommen. Es war einer der schlimmsten Wege, die ich bisher gehen musste. Es ging ziemlich bergauf und ich musste all meine Sachen tragen. Und es war nicht leicht. Ich hatte das Gefühl, dass ich jede Minute zusammenbrechen würde. Ich werde eindeutig ausmisten hier. Oder meine Sachen solange tragen, bis sie total kaputt sind. Obwohl, es sind ja nicht einmal meine Sachen, die so schwer sind. Shampoo, Duschgel, Tool, Nagelzeug, Waschtasche, Laptop, Dokumente … Sowas hat viel Gewicht und das habe ich zu spüren bekommen. Wie dem auch sei, ich wollte ja eigentlich auf etwas ganz anderes hinleiten.
Wir hatten uns keine genaue Wegbeschreibung herausgesucht. Was heißt wir, ich, denn Jonas ist nicht so ein Organisationsmensch. Ich wusste nur den ungefähren Weg und wir sahen mal wieder ganz schön verloren aus. Dann kam ein älterer Herr auf uns zu und fragte uns, ob er nicht helfen könne. Und er fragte gleich, woher wir kommen. Germany. Und er antwortete auch prompt auf Deutsch: "Na, dann kann ick ja och Deutsch mit euch sprechen, wa!?" Er war sich nicht sicher, wo genau das neue Hostel war, gab uns aber den Tipp in einer bestimmten Strasse zu suchen. Er erzählte uns auch, dass er eigentlich auch Berliner sei, aber seit über 20 Jahren (wir wissen nicht genau wie lange, da ich 43 und Jonas 23 Jahre verstanden hat) hier in Australien wohnt. Er fragte auch, ob in Berlin noch alles in Ordnung sei und ich antwortete einfach: "Ja, in Berlin steht alles noch." Ich wollte eigentlich noch hinzufügen: "Bis auf die Mauer.", aber ich war mir nicht sicher, ob er es so verstehen würde. Danach erklärte er uns auch, wo wir Essen gehen können und wo nicht, denn immerhin sind wir hier in Sydneys Rotlichtviertel. Haha, wir haben das auch erst hier erfahren. Ziemlich süß, dass er sich so um uns kümmerte. Wir verabschiedeten uns und fanden auch kurz danach das neue Hostel. Wenige Minuten später kam er noch einmal ins Hostel um sich zu vergewissern, dass wir es auch gefunden haben. Ein sehr sympathischer Mensch. So sehe ich das jedenfalls.
Aber nun zum Hostel! Es ist viel besser als das andere. Es ist sauberer, organisierter und die Duschen funktionieren endlich einmal einwandfrei. Man kann das Wasser normal einstellen und aus dem Duschkopf kommt ein normaler Strahl. Keine blöden Tröpfchen. Bei meinen Haaren dauerte es manchmal Ewigkeiten bis all der Schaum raus war. Es gefällt uns gut hier. Erstmal bleiben wir 2 Nächte hier. Und dann werde ich sehen, ob ich nun den Job hier in Sydney bekomme oder nicht. 

Ich bin sehr gespannt und aufgeregt. Ich mag die Stadt, die Leute und ich möchte jetzt ungern auf ein Dorf ziehen. Damit meine ich das Angebot aus Brisbane. Es liegt nicht einmal in Brisbane, sondern eine Stunde davon entfernt. Mhm, drückt mir einfach die Daumen. Ich werde heute noch ein paar Seiten lesen und dann ab ins Bett, damit ich auch fit bin. Ich hatte noch nie ein Bewerbungsgespräch. Ich habe wirklich unglaublich grosse Panik!!

Aber nun ist erst einmal Schluss. Ich schreibe viel zu viel. Also, drückt mir die Daumen!!

Ich denk' an euch. Die herzlichsten Grüße! 

Eure Tini.

Freitag, 14. September 2012

Ein kleiner Einblick.

Flughafen Seoul

Ausblick aus dem Hyde-Park

Sydney Opera House!

Sie erinnerte mich daran, wie Mo im Geschirrspüler hing.

Ausblich vom Taronga Zoo auf die Stadt

Elefantis für Riki

Gelangweilt von all den Menschen.

Blick von der Fähre.

Wombats für Papi

Gähnende Schildi

Königlich.

Ich hätte ihn in meiner Abizeit kennenlernen sollen.

Zu Gast bei Oprah.

Ich schaffe es nicht ansatzweise so grazil auszusehen. Es ist aber auch eine schwierige Sache, wenn alle zusehen und auch zu ihr wollen.

So, are u ok? Der Pilot schien gute Laune zu haben und erfreute mich damit auch.

Sehr hilfreich in der Großstadt. 

Nicht schön, aber selten.

Mittwoch, 12. September 2012

Nennen wir es einfach: Nichts Neues aus Sydney.

Ich dachte mir, es sei eigentlich eine gute Idee mal wieder etwas zu schreiben. 

Also, Jonas und ich sind jetzt seit fast einer Woche hier. Es ist ganz anders hier alles, vor allem teurer als bei uns, aber auch schön. Ich habe bis jetzt ganz vergessen zu erwähnen, dass überall Strelizien blühen. Das ist ein hübscher Anblick und Neustrelitz sollte sich davon mal eine Scheibe abschneiden. Hier gibt es wenigstens echte. :)

Ansonsten sind wir weiterhin auf Jobsuche. Ich habe am Dienstag ein Jobinterview mit einer Französin (heißt das wirklich so? Seit Tagen frage ich mich das. Ich bin der deutschen Sprache schon jetzt nicht mehr mächtig). Ich könnte dann als Au-Pair arbeiten und hätte gleich eine Unterkunft, Essen und alles, was man so benötigt. Und dazu würde ich noch bezahlt werden. Also drückt mir die Daumen. Ansonsten hat sich leider noch niemand wirklich gemeldet. Aber das Fruitpicking beginnt bald und da sollte es eigentlich auch klappen. 

Es gibt bestimmt so enorm viel zu schreiben, aber mir fällt gerade tatsächlich nichts ein. 

Erwähnenswert ist vielleicht auch, dass es fast überall free Wifi gibt. Natürlich nicht in unserem Hostel. Was soll's, Jonas braucht ja sein Internet und ich profitiere auch davon, dass er sich täglich neu versorgt. ;)

Ab morgen werden wir unser Doppelzimmer gegen ein 8-Bett-Zimmer eintauschen. Ich denke, dass das ziemlich interessant wird, da wir dann mehr in Kontakt mit allen sein werden. So stelle ich mir das jedenfalls vor. Wer weiss.

Als wir gestern noch im Applestore waren, war ich auch ziemlich verwundert, dass der Verkäufer Owen sagte, dass unser Englisch ziemlich gut sei. Er erzählte uns, dass es in Australien wirklich selten ist, dass man eine zweite Sprache so gut sprechen kann. Er dachte, dass wir bereits ein Jahr in Großbritannien gewesen wären. Ich gebe zu, dass es mich ein motiviert hat, da ich mich, was mein Vokabular angeht, ziemlich schlecht gefuehlt habe. Ich muss wirklich oft nachdenken, was ich genau sagen muss. Ziemlich anstrengend. Wahrscheinlich aber auch deswegen, weil man in den Sprachen noch viel zu sehr switcht. Und der Akzent hier ist sehr britisch. Ich mag das, habe aber beim Verstehen ab und zu Probleme. Wir sind ja aber auch erst eine Woche hier und ich sollte mir weniger Gedanken machen, was das angeht.

Habe ich mich schon zum Wetter geäußert? Hier sollen angeblich 21Grad Celcius sein, aber es fühlt sich nicht so an. Es ist sehr windig hier und ich bin froh, dass meine Fleecejacke auch dabei ist. Die Leute haben scheinbar kein wirkliches Wettergefühl. Einige rennen halb nackt rum, andere dagegen tragen fette UGGBoots mit Fell. Ich muss mich da erst dran gewöhnen. Ich ziehe eine Jacke an, aber im nächsten Moment schwitze ich enorm. Tja, so ist das wohl während einer Umstellung. Das Foto unten ist zwar blau, aber kalt war es nicht. ;)

Ich sollte meinen faulen Hintern jetzt endlich mal raus bewegen. Ein bisschen frische Luft, ein bisschen umherlaufen. Ich weiss nicht, wo es uns heute hinzieht. Lassen wir uns ganz einfach überraschen. Oh, ich wollte ja auch noch meine Wäsche waschen. Ja, so schnell kann ein Tag dann wieder um sein.

Herzlichst,
Tini.


So kalt ist es hier gar nicht.

Freitag, 7. September 2012

Ankunft in Sydney.

Wo fange ich an, wo höre ich auf.
Es ist ziemlich schwierig all das bisher Erlebte noch einmal aufzuschreiben, wenn man zwischendurch schon Mails verschickt hat.
Fangen wir also an - ganz von vorn.

Der Abschied am Flughafen war sehr tränenreich. Ich habe mich über alle gefreut, die da waren. Mit so vielen hatte ich nicht gerechnet. Danke an euch, ihr Lieben! Dann ging es mit dem Flugzeug nach Frankfurt. Der angenehmste Flug von allen, da wir nur eine Stunde flogen. Dann hatten wir dort ewig Zeit bis der Flieger nach Seoul ging. Wir trafen zufällig noch Robi, was mich sehr gefreut hat. Ich hatte absolut nicht damit gerechnet. Wir haben dann also die Zeit versucht totzuschlagen indem wir rumsaßen und durch den Flughafen schlenderten.
Dann konnten wir endlich einchecken und auch das Boarding ließ nicht lange auf sich warten. Auf nach Seoul! Der Flug war einfach enorm anstrengend. Ich saß zwar am Fenster, aber ich musste immer alle aufscheuchen, wenn ich mal laufen wollte. Mir tat einfach alles weh und ich hatte das Gefühl, dass meine Beine tot waren. Während des Fluges gab es dann natürlich auch Essen und ich werde nie wieder dieses Reisgericht essen. Weiße Pampe mit sogenannter "Green Tea Sauce". Es sah eklig aus und schmeckte auch nach Fisch und Seetang. Was auch immer das war, mir war danach ganz schön übel und seitdem habe ich auch kaum Appetit. Wenn ich nur daran denke, dann vergeht mir der Hunger. Nachdem diese 9 Stunden um waren, erreichten wir diesen riesigen Flughafen in Seoul. Und noch einmal mussten wir ungefähr 5 Stunden warten um dann erneut ca. 9 Stunden nach Sydney zu fliegen. Diesmal saß ich am Gang und konnte aufstehen, wann ich wollte. Ziemlich praktisch.

Wir waren ungefähr 6.25 Uhr in Australien, Ortszeit. Dann wurden wir vom Flughafen abgeholt und zur AustrlianBackpackersLounge gebracht. Wir mussten leider noch eine halbe Ewigkeit darauf warten im Hostel einchecken zu können. Dann war fast das erste, was wir taten DUSCHEN. Wir waren ja ewig unterwegs und konnten uns nur ein wenig frisch machen. Gleich dann folgte Jonas erste Begegnung mit einer australischen Spinne. Ich wollte sie mir lieber nicht ansehen, denn sonst kann ich gar nicht mehr schlafen. Wir sagten dem Personal Bescheid, weil sie sehr groß gewesen sein soll. Der Mitarbeiter machte ein Geräusch, das danach klang, dass er mit etwas kleinerem gerechnet hatte, entfernte sie aber freundlicherweise. Dann haben wir noch versucht alles mit der Bank zu klären, aber nur meine Mastercard war dort und wir müssen noch einmal hin, damit Jonas auch eine erhält. Eigentlich wollte Paul, der freundliche Bankangestellte, mich heute anrufen, aber ich erhielt keinen Anruf. Wir werden sehen. Am Wochenende hat die Commonwealth Bank zu. So habe ich es jedenfalls in Erinnerung.

Ich habe übrigens keinen Jetlag. Ziemlich geil eigentlich. Dadurch, dass wir immer wieder Aufenthalte hatten, war mein Körper eh total durcheinander. Jetzt ist einfach alles ganz normal.

Heute sind wir dann so gegen 8.30 aufgestanden, denn es gab "Frühstück". In der Küche stehen dann einfach Brot, Cornflakes und Erdbeermarmelade. Du kannst dir aber jederzeit alles machen, was du möchtest. Wir haben uns dann einen Supermarkt später gesucht, damit wir Mittag kochen können. Wir fanden den zuerst nicht, aber ein Australier fragte uns, ob er uns helfen könne. Sehr freundlich. Ich hatte nicht damit gerechnet und war sehr überrascht. In Deutschland erlebt man sowas nicht.
Dann hatten wir auch noch unsere "Orientation". Wir bekamen noch weitere Infos, die uns das Leben hier ein bisschen erleichtern sollen. Das ganze Zeug mit der Arbeit und so. Eigentlich ganz hilfreich, aber es wird trotzdem schwierig einen Job zu finden. Allein am 6. September sind so viele Leute angekommen. Die Hostels sind überfüllt von deutschen Backpackern. :) Ach ja, die Arbeit. Ich sollte mich vielleicht nochmal ein bisschen umsehen und später weiter berichten.

Es tut mir leid, wenn ich jetzt hier einiges total vergessen habe, aber mir fehlt ein kleiner Leitfaden. Ich schreibe einfach das, was mir hier so in den Sinn kommt. So viele Gedanken und Eindrücke. Entschuldigt bitte.

Herzlichst,
eure Tini.

Montag, 3. September 2012

Packen. Fertig. Los!

Ich bin sooo aufgeregt!! Ihr könnt euch das gar nicht vorstellen. Ich sitze hier am Pc und bin total hibbelig. Ich kann es nicht fassen, in 2 Tagen ist es soweit. Ich fliege tatsächlich nach Australien!

Was soll ich sagen. Mutti und ich haben meinen Rucksack fertig gepackt. Ich dachte zuerst, dass ich am Ende heulend in der Ecke sitzen werde, aber der Stress hielt sich in Grenzen. Wir waren enorm schnell. Ich muss ehrlich gestehen, dass es mir ziemlich schwer fällt all meine Schuhe hier zu lassen. Ja, ich weiß, das klingt mädchenhaft, aber all meine Lieblingsschuhe einfach dazulassen, ist ein komisches Gefühl. Generell ziemlich anstrengend sich so zu beschränken. Aber ich muss ja auch bedenken, dass ich den ganzen Kram schleppen muss. Das wird bestimmt noch die einen oder anderen Schmerzen verursachen. Da bin ich mir ziemlich sicher.


Heute haben wir noch die letzten Sachen besorgt. Ich habe mir eine Laptoptasche und einen MP3-Player gekauft, damit ich wenigstens Musik hören kann, falls neben mir jemand sitzt, der schnieft und hustet. All solch Zeug. Riki warnte mich ja vor und ich bin sehr froh darüber. Ohropax habe ich mir nämlich auch eingepackt. Sicher ist sicher. :)

Morgen werde ich die Summerschool noch einmal besuchen. Ich bin gespannt, wie die Begrüßung sein wird und wie das Thema eingeleitet wird.
Tanzen war ich mit meinen Liebsten auch noch einmal. Ach Susi und Riki, es wird mir fehlen mit euch Chorlieder zu singen und ich werde es vermissen die gleichen Gedanken mit euch zu haben. Generell tanzen gehen und diese Mädchensachen. Aber all das ist ja nicht aus der Welt. :)

Ooooh Gott, ich werde ungefähr 10 Monate weg sein. Der Abschied fällt mir ganz schön schwer. Immerhin werde ich ein ganz anderes Leben leben. Mit vielen ekligen, giftigen Tierchen. Mir werden ziemlich viele Menschen fehlen. Meine Familie, meine Freunde. Aber ich werde ja nicht allein sein dort.

Ich möchte jetzt nicht melancholisch werden, deswegen höre ich hier auf. 


Lasst euch gesagt sein, ihr werdet mir fehlen. Ich denke, dass wird mein letzter Post aus Deutschland sein.
Macht's also gut und vergesst mich nicht. Ich versuche mich regelmäßig zu melden und wenigstens ein Lebenszeichen zu hinterlassen.


Die herzlichsten Grüße, Umarmungen und Küsse,


eure Tini.