Natürlich haben wir noch einiges erlebt und davon möchte ich euch nur zu gern berichten.
Dieses Mal wird es nicht nur Text, sondern auch ein paar Fotos geben.
Jonas und ich schlendern ab und zu durch ein paar Geschäfte oder Einkaufszentren, denn davon gibt es hier reichlich. Ich bin immer noch ein wenig geschockt, was ich in einem Laden sah.
![]() |
| Hundekuchen |
Der Laden wurde von Asiaten bedient und ich denke, das Klischee ist erfüllt. Es ist ja gar nicht böse gemeint, aber wer kommt auf die Idee einen Kuchen in Hundeform zu backen? Irgendwie ganz schön gruselig.
Ansonsten konnten wir noch eine tolle Ausstellung hier in Sydney geniessen. "Art & About" nennt sich diese. Es geht darum, dass Kunst an ungewöhnlichen Orten gezeigt wird.
Ein Projekt heisst "I wish you hadn't asked"- "Ich wüschte du hättest nicht gefragt". Dabei handelt es sich um ein kleines Haus für zwei Menschen. Es ist ganz normal eingerichtet. Eine Stube mit Fernsehecke, einem Esstisch, ein paar Schränke. Weiterhin ein Badezimmer, eine Hauswirtschaftsraum und ein Schlafzimmer mit Ehebett. Alles ganz normal, aber genau das soll es nicht sein. Besucher, die sich umsehen möchten, müssen ihre Schuhe und Socken ausziehen und dürfen das Haus nur im Regenmantel betreten. Warum? Weil es dort regnet. Ja, von der Decke kommen Millionen Regentropfen. In der Beschreibung heisst es: "Es gibt einen Moment in einer Beziehung, in dem etwas gesagt oder getan wurde, dass nicht mehr zurückgenommen werden kann - dann setzt die Fäulnis ein. Gehen Sie in dieses normale Haus, in dem Regen von den Wänden fällt und nach und nach die private Welt innendrin zerstört." Ich konnte Jonas endlich überreden, denn ich dachte, es sei bestimmt lustig und ich wollte es unbedingt ausprobieren. Es klang so interessant.
Drinnen war bereits ein kleines Chaos entstanden, denn das Haus stand schon ein paar Tage. Alles war klitschnass und überschwemmt. Es war gar nicht lustig, sondern wie ich finde sehr sehr ernst. Niemand ausser uns war dort drin, aber es sah eben doch bewohnt aus. Auf dem Tisch stand noch die Nähmaschine (die gute Singer - ich hätte sie am liebsten gerettet und mitgenommen) und es war sogar dekoriert. Man hatte wirklich den Eindruck, dass dort etwas passiert ist, dass dort Menschen waren und nun eine Katastrophe entstanden ist. Man war so hilflos - man konnte nichts machen. Ich finde den Gedanken daran immer noch schauerlich. Es hat mich ehrlich gesagt sehr mitgenommen und ich habe darüber noch sehr lange nachgedacht. Ihr alle hättet das auch erleben müssen. Ein grandioses Projekt, dass die Augen öffnet, das zeigt, wie langsam alles zerstört werden kann. Der Auslöser ist unbekannt, aber doch reicht eine Kleinigkeit. "I wish you hadn't asked" - Eine Frage allein kann solch ein Chaos bewirken.
![]() |
| Es ist nicht dasselbe Haus, aber der Effekt ist genauso. |
Es gab aber noch viele weitere tolle Dinge zu sehen. In ganz Syndey findet man Kunst. Im Park stehen grosse Verkehrstafeln, auf denen Smileys aufblinken. In der Beschreibung heisst es: "Du läufst durch die Stadt. Du passierst eine elektronische Verkehrstafel. Du stoppst, gehst zurück, schaust sie dir noch einmal an. Nein, du hast es dir nicht eingebildet. Ja, sie lächelt dich an oder sagt dir vielleicht, dass du einfach die Füße hochlegen und relaxen sollst. Tatsächlich, gleich daneben steht ein bequemer Stuhl."
Ausserdem sind im Hyde Park Fotografien ausgestellt. Mein Lieblingsfoto heisst "Bunnies on a Line" - "Häschen auf der Leine".
| Häschen. |
Ich weiss nicht mehr genau wann, aber Jonas und ich gingen wieder ins Hostel zurück und es war schon dunkel. Als wir in den Park sahen, schaute uns ein riesiges Gesicht an. Wir wussten noch nicht, dass das auch zur Ausstellung gehörte, fanden es aber kurze Zeit später heraus. Ein weiteres Highlight für mich.
| Gesicht im Baum. |
Kennt jemand von euch die Bionade-Werbung? Denn was ihr auf dem Foto seht, war auch dort zu sehen und ich finde diese Idee einfach nur wundervoll!!
| Bäume in Wolle. |
Die nächsten Fotos gehören nicht mehr zur Ausstellung, aber das haben wir auch erlebt.
Desweiteren haben wir es uns nicht nehmen lassen und sich auf die Harbour Bridge "geklettert". Über 100 Stufen ging es hoch und man konnte den Ausblick auf das Sydney Opera House geniessen. Und natürlich auf die Stadt.
Gestern waren wir dann noch beim Opernhaus, wollten eigentlich eine Führung machen, aber ich dachte mir, dass ich sie irgendwann eh besuchen werde und somit genossen wir einfach den Ausblick. Man denkt immer, dass die Oper gar nicht so gross ist, aber ich kann euch sagen, sie ist riesig und gigantisch. Kein Wunder, dass man 10 Jahre brauchte um sie zu bauen. Das Foto haben wir neben dem Opernhaus geschossen.
Nun, mehr fällt mir zunächst gar nicht ein. Ich hoffe, ihr alle könnt die Begeisterung für diese Ausstellung mit mir teilen. Ich finde sie wunderbar!
Ich melde mich, wenn ich bei der Familie angekommen bin und arbeite. Falls ich es dann noch schaffe ein bisschen zu schreiben.
Herzlichst,
Tini.
In der Nähe unseres Hostels gibt es einen Platz und das Ding ist dort zu sehen. Eine riesige Pusteblume aus Metall und Wasser. Ganz nett anzusehen eigentlich. Auch im Rotlichtviertel gibt es schöne Dinge.
| Imposant. |
| Hinweis auf die Entfernung anderer Städte. Das sind dann wohl 16117 km bis nach Berlin. |
Desweiteren haben wir es uns nicht nehmen lassen und sich auf die Harbour Bridge "geklettert". Über 100 Stufen ging es hoch und man konnte den Ausblick auf das Sydney Opera House geniessen. Und natürlich auf die Stadt.
| Blick von der Brücke auf die Stadt und die Royal Botanic Gardens. |
Gestern waren wir dann noch beim Opernhaus, wollten eigentlich eine Führung machen, aber ich dachte mir, dass ich sie irgendwann eh besuchen werde und somit genossen wir einfach den Ausblick. Man denkt immer, dass die Oper gar nicht so gross ist, aber ich kann euch sagen, sie ist riesig und gigantisch. Kein Wunder, dass man 10 Jahre brauchte um sie zu bauen. Das Foto haben wir neben dem Opernhaus geschossen.
| Vor der Harbour Bridge mit Sturmfrisur. |
Ich melde mich, wenn ich bei der Familie angekommen bin und arbeite. Falls ich es dann noch schaffe ein bisschen zu schreiben.
Herzlichst,
Tini.




