Donnerstag, 31. Januar 2013

Wir sitzen fest!

Es hat uns erwischt...

Durch die ganzen Regenfaelle hier in Queensland sind die Wasserspiegel so sehr angestiegen, dass die Strassen ueberflutet sind, die Seen und der Fluss ansteigen und dort, wo es mal Weiden gab, gibt es nur noch Wasser. Es ist unglaublich, wie sehr alles angestiegen ist und dabei hat es hier noch nicht einmal so stark geregnet. Alles kommt von den anderen Orten.

Man erkennt es leider schlecht, aber dort hinten im Bild ist alles geflutet und die Strasse wurde gesperrt.

Hier noch ein weiterer Einblick.

Wir jedenfalls sitzen gerade fest und kommen nicht mehr in die Stadt. Rob und Tamara kamen heute endlich aus dem Urlaub zurueck, der anstatt 4 Wochen eigentlich nur 3 Wochen dauern sollte, doch trotz der Flut kamen sie nicht heim. Sie riefen uns an und fragten uns, ob wir etwas benötigen würden und sie wuerden es mitbringen. Jeder machte also eine Liste. Milch, Saucen, Nudeln... All sowas. Wir sind nun 7 Leute im Haus und wir haben einen Liter Milch fuer die nächsten 10 Tage. Ich habe wirklich keine Ahnung, wie wir das anstellen sollen. Natuerlich werden wir alle nicht verhungern, aber es ist trotzdem eine sehr unangenehme Situation, weil wir mit den neuen/alten Iren nicht zurechtkommen. Sie reden nicht mit uns, kritisieren alles, was wir machen und sind einfach sehr unhoeflich. Pat, Marie, Eric, Jonas und ich koennen zusammen kochen und wir haben damit alle keine Probleme, aber mit den anderen wird es wohl etwas schwierig.

Der Baum, an dem das Seil ist, mit dem wir immer ins Wasser springen, ist komplett im Wasser. Der See ist schon lange kein See mehr und die Teiche steigen weiter und weiter.

Ich melde mich demnaechst noch einmal!

Liebste Gruesse,
eure Tini

Samstag, 26. Januar 2013

Heute mal ein Regentag.

Meine Lieben,

es ist schon Ende Januar! Ich kann gar nicht fassen, wie schnell die Zeit vergeht. Ich erinnere mich noch ganz genau an den 4. September und an all die Traenen am Flughafen. Es fuehlt sich an als waere es gestern gewesen.

Ich bin noch immer auf der Farm. Wir langweilen uns ziemlich hier, weil es wirklich nichts zu tun gibt, aber wir finden trotzdessen meistens Beschaeftigung.

Die Schulkinder hatten Ferien und einige der Kids kamen auf die Farm um ihr Taschengeld aufzubessern. Wir lernten hier Brontë kennen, 15 Jahre alt, wohnt in Chinchilla, geht aber in Brisbane zur Schule. Sie ist wirklich unglaublich lustig und wir hatten viel Spass mit ihr. Am Ende lud sie uns alle zu sich nach Hause ein und da ihre Eltern ein kleines Boot und einen kleinen See haben, sind wir Wasserski gefahren bzw. haben es lernen duerfen. Wir hatten unglaublich Spass dabei und ich moechte sogar meinen, dass es bis jetzt einer der besten Tage hier in Chinchilla war. Am Abend haben ihre Eltern noch ein Barbecue gemacht und wir haben bis spaet in die Nacht erzaehlt. Das klingt alles so langweilig, aber es war wirklich schoen.

Zur Abwechslung haben wir gerade mal ein paar Tage Regen und es ist eigentlich ganz angenehm. Das Problem bei Regen ist nur, dass hier ziemlich schnell alles ueberflutet ist und wir deswegen ein bisschen in Panik geraten. Aber auch nur manchmal. ;)

In zwei Wochen ist dann auch in Chinchilla das lang erwartete "Melon Festival". Alles dreht sich dabei um Melonen und es gibt Spiele und Aktivitaeten rund um die Melone. Ich bin gespannt, was uns erwartet. Wir alle sind jedenfalls sehr aufgeregt!

Ich fuehle mich schlecht, weil ich einfach nichts berichten kann, aber ich wollte wenigstens ein Lebenszeichen von mir geben.

Seid alle herzlichst umarmt.
Eure Tini.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Die Ferien sind vorbei.


Ihr Lieben,

Zuerst einmal hoffe ich, dass ihr alle fantastische Weihnachten und einen tollen Start ins Jahr 2013 hattet. Ein frohes neues Jahr an euch alle. Habt weiterhin Spass und Freude am Leben, Glueck und Erfolg!!

Wir - Jonas, Eric und ich - hatten 10 Tage Urlaub und sind an die Gold Coast gereist um Abstand vom tristen Farmleben zu nehmen. Ich muss mich schon jetzt dafuer entschuldigen, dass dieser Eintrag wohl nicht knapp wird, aber wie soll man 10 Tage Spiel, Spass und Spannung kurz fassen? Ich kann es nicht.
Drum fange ich einfach an und versuche alles, wie Eintraege in einem Reisetagebuch aussehen zu lassen.

Sonntag, 23.12.12
Ich habe es ja immer gesagt, ich hasse Busfahrten. Wir sind morgens um 3 Uhr aufgestanden, um mit dem Bus von Chinchilla nach Surfers Paradise zu reisen. Ein vollgestopfter Bus, mehr oder wenige komische Menschen und eine zu kalte Klimaanlage. All das begleitete uns auf der 4,5 Stunden langen Fahrt. Nachdem wir also ankamen, mussten wir dann kilometerweit bis zum Hostel laufen, das Gott sei Dank in Ordnung war. Wir checkten ein und machten uns auf den Weg ins Zentrum und natuerlich zum Strand!!!
Es ist ziemlich viel los in diesem kleinen Oertchen, ein Kommen und Gehen und alles ist vom Tourismus gepraegt. Trotzdem mag ich es, weil diese Hektik doch alles sehr interessant macht.

Surfers Paradise

Montag, 24.12.12
Es ist Heiligabend! Wie macht man diesen Tag besonders spannend? Genau, man setzt sich in ein Flugzeug, fliegt 14000 Fuss oben in der Luft und springt hinaus. Ich war wohl noch nie so aufgeregt! Ich sprang als Letzte und musste zusehen, wie alle einfach verschwanden. Nun war ich also an der Reihe... die Spannung steigt und ... stop, die Kamera funktioniert nicht. Upps, wir haben an Hoehe verloren und muessen hoeher ... Mir wird kalt. Und dann ploetzlich geht es los. Ich haenge in der Luft, nur mein Profi haelt sich noch am Flugzeug und dann merke ich nur noch, wie ich durch die Luft gewirbelt werde. Ueber 60 Sekunden freier Fall mit einem grandiosen Ausblick auf den Strand! Ich war kaum in der Lage noch zu atmen, musste aber wenigstens fuer ein paar Fotos laecheln. Was fuer ein tolles Gefuehl. Ein ploetzlicher Ruck, der Fallschirm geht auf und man darf nun auch gebremst die Landschaft bewundern. Dieser Ausblick meine Lieben, unvorstellbar schoen! Nun erscheinen mir Sachen auf einem Rummel nur noch harmlos. Immerhin bin ich aus einem Flugzeug gesprungen und habe mein Leben einem wildfremden Mann anvertraut. Und hier bin ich, noch immer lebendig und unverletzt!
Immerhin kann man das Flugzeug auch mal sehen.
Freier Fall.
Ich lebe.
Am Nachmittsg besuchten wir  zudem noch ein Labyrinth. Alle Waende waren mit Spiegeln bestueckt und es gab ueberall Lichteffekte. Es war als wuerde man im Nichts stehen und nur Lichter sehen. Der lustigste Moment war der, als Jonas nach einer der Tueren suchte und mit einer sehr hohen Geschwindigkeit gegen die Wand rannte. Haha, ich habe lange nicht mehr so ueber ihn gelacht. Er war sich doch so sicher dort etwas zu finden ...

Am Abend sassen wir dann am Strand, alle waren ziemlich still und es war komisch. Immerhin hat der Fallschirmsprung Spannung in den Tag gebracht.

Dienstag, 25.12.12
Der 1. Weihnachtstag und fast alles hat geschlossen. Wir genossen einen Tag am Strand, die Jungs spielten in den Wellen und ich bevorzuge das Braeunen, denn das einzige, was die Wellen mit mir machen, ist mich umreissen, durch die Gegend schleudern und nebenbei versuchen sie mir meinen Bikini zu entreissen. Ich habe leider noch immer meine weissen Abdruecke meiner Shorts, aber die werde ich erstmal sowieso nicht los.

Mittwoch, 26.12.12
Wie rundet man Weihnachten am besten ab? Frueh aufstehen, sich in einem Taucheranzug zwengen und tauchen gehen! Wir buchten einen halben Tagesausflug um tauchen und schnorcheln zu gehen. Es war ein regnerischer Tag und somit machte es keinen Unterschied mehr, ob man nun nass wurde oder nicht.
Einer der schwierigsten Parts unter Wasser ist es unter Wasser zu bleiben (wir bekamen viele Gewichte, weil Jonas und ich fast oben schwammen) und NICHT durch die Nase zu atmen. Nachdem ich meine kleine Panikattacke im Griff hatte, ging es dann los und wir sahen unter anderen einen Octopus, viele Fische und Quallen. Wir konnten sogar Fische fuettern und sie schwammen wirklich genau vor der Taucherbrille. Unglaublich schoen, ich werde es spaeter noch einmal machen. Ganz sicher!

Donnerstag, 27.12.12
Der letzte Tag im Paradies und natuerlich waren wir (ich wohl mehr) shoppen. ;) Nachdem ich viele meiner Shirts fuer die Arbeit verwende, brauchte ich einen kleinen Ausgleich. Aber all das wird sich eh im Laufe der Zeit verschleppen. Mutti, keine Sorge, ich bringe nicht all zu viel wieder heim!
Ausserdem besuchten wir noch ein Gruselhaus, was mehr oder weniger gruselig war. Wenn man in einer Gruppe ist, dann geht es eigentlich. Alleine waere ich da nicht durchgekommen, weil alles stockduster war.

Freitag, 28.12.12
Abreise aus dem Paradies, auf geht's nach Noosa.
Und da waren wir nun. Dieses mal nutzten wir den Shuttles vom Bahnhof zum Hostel und schon am Bus war erkennbar, dass das Hostel ein besseres sein muss, denn er sah relativ neu und gepflegt aus. 
Wie immer die gleiche Prozedur - einchecken, Zimmer begutachten, Badezimmer ansehen und dann ab zum Strand. Als wir ankamen, war das Wetter nicht all zu schoen, aber das aenderte trotzdem nichts an der wunderschoenen Natur, die wir begutachten durften. Noosa ist bis jetzt einer der schoensten Orte, die ich hier gesehen habe. Wunderschoene Straende und diese Natur!!

Jonas auf heissen Steinen.

Samstag, 29.12.12
Diesen Tag nutzten wir, um den Noosa Nationalpark zu bestaunen. Wir wanderten ungefähr 10 km an diesem Tag und es hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Wir hatten tolle Ausblicke und ich weiss ehrlich gesagt gar nicht, wie ich das alles beschreiben soll. Ich werde euch einfach Fotos zeigen. Dann koennt ihr euch selber ein Bild machen. :)
Ich liebe es.

Noosa - so schoen!
Paradies.



Sonntag, 30.12.12
Auf in den Zoo, und zwar in einen ganz besonderen. Kann sich noch jemand von euch an Steve Irwin erinnern? Alle nannten ihn nur den "crocodile hunter". Der Typ, der ueberall auf der Welt sein Leben riskiert hat, mit Krokodilen "gespielt' hat und dann aber doch wegen eines Rochens starb. Ja, genau der! Wir besuchten am Sonntag seinen Zoo und sahen auch eine der Shows, in der ein Krokodil von seiner Frau und den beiden Kindern gefüttert wurde. Eigentlich ist das ganze nicht schlecht gemacht und man kann viel sehen.



Sie sehen immer so grimmig aus.

Hehe.


Elefanten fuer Riki. Habe einem davon sogar eine Moehre geben dürfen.
Montag, 31.12.12
Surfing! Somit verbrachten wir den Montagmorgen. Wir hatten 2 Stunden Zeit um das Surfen zu lernen und wir alle schafften es auch mehr oder weniger. Wir konnten alle aufstehen und bis zum Strand surfen, auch wenn es nicht immer so einfach war. Das schwierigste ist immernoch die Wellen einschaetzen zu koennen und manchmal irrt man sich gewaltig, faengt an zu paddeln und die Welle ist aber enorm schwach. Mit der Zeit lernt man dies bestimmt auch. Ansonsten genossen wir wieder den Strand, gingen zu Abend essen und dann war der Tag auch schon fast vorbei. Ich habe Silvester mit einigen Leuten aus dem Hostel verbracht und wir besuchten ein Maedchen, dass mal dort gearbeitet hatte. Eigentlich kein schlechter Abend, aber ich habe mal wieder kein Feuerwerk gesehen. Naechstes Jahr wird es was, ganz sicher! Frohes neues Jahr!

Dienstag, 1.1.13
Strandtag! Jonas und ich begaben uns an diesem Tag zum Strand, Eric war mal wieder früh wach und ging in den Nationalpark. Wir genossen es einfach in der Sonne zu liegen, baden zu gehen und nichts zu tun. 

Mittwoch, 2.1.13
Aufstehen, Strand, Busfahrt. So ungefähr war der Tag geplant, aber als wir bereits auf den Bus warteten, bekamen wir einen Anruf, dass dieser eine Verspaetung von 2,5 Stunden haben wird. Wir wussten, dass wir somit unseren Anschlussbus verpassen wuerden und hatten schon Angst, dass wir eine Nacht in Brisbane verbringen müssen, aber Greyhound, das Busunternehmen, hatte alles organisiert und wir hatten ueberall Anschlussbusse um nach Hause zu kommen. Da wir relativ spaet daheim waren, haben Jonas und ich beschlossen erst am Freitag wieder zu arbeiten.

So, dass war unser Urlaub. Ich finde, wir haben ziemlich viel erlebt und ich habe die Zeit sehr genossen.
Nun werde ich mich mal wieder an all die Waesche machen und hoffe, dass ich euch nicht all zu sehr gelangweilt habe.

Alles, alles Liebe,
eure Tini.